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“JÜDISCH IN EUROPA” – ARTE am Dienstag, den 03.09.19 um 22:45 Uhr

Mehr Information zum Film

Wie leben Juden in Europa? Welche Geschichten erzählen sie? Wie leben sie Tradition und Moderne? Und wie gehen sie mit Ausgrenzung und Bedrohung um? “Es gibt einen jüdischen Alltag in Europa, der selten gezeigt werden kann. Debatten über Politik, Nahost und Antisemitismus überlagern das vielfältige jüdische Leben. Daher war es wichtig, dass wir dieses einfach mal einfangen können, indem wir spontan hingehen und schauen, was läuft.” Mit diesem Anspruch haben sich der Schweizer Publizist Yves Kugelmann und die deutsche Filmproduzentin Alice Brauner auf eine Reise durch Europa begeben. Der erste Teil des Doku-Zweiteilers führt Brauner und Kugelmann nach Marseille, Straßburg, Frankfurt und Berlin. Mit Harold Weill, dem Großrabbiner von Straßburg, sprechen die beiden über das Leben im jüdischen Viertel. Fühlen er und seine Gemeinde sich bedroht? Alon Meyer, Vorsitzender des TuS Makkabi Frankfurt sowie Präsident des jüdischen Sport-Dachverbands Makkabi Deutschland, erklärt in Frankfurt, welchen Anfeindungen seine Mannschaft abseits des Fußballfelds ausgesetzt ist. In Berlin treffen Alice Brauner und Yves Kugelmann danach die Dramaturgin und Schriftstellerin Sasha Marianna Salzmann. “Jüdisch in Europa” ist eine facettenreiche Reportagereise voller neuer Blickwinkel.

Gezeigt, am Dienstag den 03.09.19 bei ARTE.

“JÜDISCH IN EUROPA” – ARTE am Dienstag, den 03.09.19 um 22:45 Uhr2019-08-19T17:47:56+02:00

CRESCENDO #makemusicnotwar als Eröffnungsfilm am 08. Sep. 2019 auf dem 25. Jüdischen Filmfestival Berlin & Brandenburg

CRESCENDO #makemusicnotwar ist nach der Weltpremiere auf dem Filmfest München nun als Eröffnungsfilm des 25. Jüdischen Filmfestivals Berlin-Brandenburg (JFBB) am 08.September 2019 eingeladen und wird in Anwesenheit der Produzentin Alice Brauner, des Hauptdarstellers Peter Simonischek und des Regisseurs Dror Zahavi präsentiert.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Festivalleiterin Nicola Galliner und der Auswahljury und freuen uns auf die Vorführung und die Gespräche mit den Zuschauern.

https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/groesstes-festival-in-25-jahren/

CRESCENDO #makemusicnotwar als Eröffnungsfilm am 08. Sep. 2019 auf dem 25. Jüdischen Filmfestival Berlin & Brandenburg2019-08-19T12:55:16+02:00

Heute hätte ARTUR BRAUNER seinen 101. Geburtstag gefeiert. Eine wundervolle, persönliche Hommage von seiner Enkelin Laura

Mein liebster Opa,

Spätestens heute wäre wieder einer Deiner obligatorischen gesichtzerquetschenden Küsse auf die Wange fällig, sobald ich Dein Haus betreten hätte, um Dir zu Deinem 101. Geburtstag zu gratulieren. Es hätte auf Deiner herrlichen Terrasse ein Buffet mit Deinen Lieblingsspeisen gegeben, wozu Focaccia mit Knoblauch, Hering mit Zwiebel, Omas Eiersalat, geräucherter Lachs und Napoleonschnitte zählen. Es hätte Deinen geliebten Baileys gegeben. Und Russische Musik und Dein “Sing, Sing, Sing” in der Jazz-Coverversion von Benny Goodman. Die pure Lust am Leben!

In diesem Sinne Opa, HAPPY BIRTHDAY!

Aber aus Geburtstagen hast Du Dir nicht so viel gemacht; weil man das Älterwerden feiert und es am Ende sowieso nur eine Zahl ist. Das Konzept “Rente” war Dir ferner als fern und Du pflegtest zu sagen “Es muss schrecklich sein, ohne Aufgabe im Leben”. Wie Recht Du doch hast. Kein Mensch auf dieser Welt kann (mir) besseres Beispiel hierfür sein als Du.

Dein Fleiß und Dein Tatendrang waren beispiellos. Nicht selten haben wir in der Koenigsallee gearbeitet, sind dann gemeinsam zu einer großen Veranstaltung gefahren, um auf dem Rückweg nochmal im Büro Halt zu machen und dann um 3:00 Uhr morgens ein wichtiges Fax abzuschicken. Von Deiner Schlagfertigkeit ganz zu schweigen. Du hattest immer eine Antwort parat, wenn es darauf ankam. Dein Charme und Humor waren so galant, dass Dir niemand widerstehen konnte. Jede Kellnerin wollte die Rechnung am Ende selbst bezahlen. Und jedes unserer Familienessen wurde mit mindestens drei Deiner gesammelten Witze belustigt – auch, wenn wir sie schon 50 Mal gehört haben. Bei Verhandlungen hast Du Dein Gegenüber so raffiniert, unauffällig und genau analysiert wie beim Schach und Poker und kamst so zu Deinem Gewinn. Herausragend waren Deine Lebenslust und Deine stetig gute Laune. Jede Einladung musste angenommen werden und Du musstest – am besten mit Oma – überall dabei sein. Alles war wichtig und gut und konnte nur besser werden. Nie hörte ich Dich fluchen; Es gab schier keine Schimpfworte bei Dir. Und dass Du jedem Menschen Respekt gezollt hast und ihm freundlich gegenüber getreten bist, zeichnet Dich besonders aus – vor allem Deiner Vergangenheit wegen, die Du immer unvergessen machen wolltest. Ganz gleich, ob Du aus Buxtehude um Autogrammkarten per Post gebeten wurdest, ob Du nachts schnell noch am Adenauerplatz die Zeitung von Morgen gekauft hast, die Kulturministerin gesprochen hast oder von Wildfremden beim Käsekuchen im Wiener Café unterbrochen wurdest – Du hast keine Unterschiede gemacht. Weiteres Kennzeichen Deines Charakters ist Dein Sinn für Gerechtigkeit. Wenn Dir etwas wichtig war, dann hast Du dafür gekämpft, ohne Wenn und Aber. Als Dich einmal jemand gefragt hat, was denn das wichtigste im Leben sei, so hast Du zur Antwort gegeben: „Das Wichtige von dem Unwichtigen zu unterscheiden”. Exzeptionell war Deine Liebe zu Oma, die jede Sekunde spürbar war. Sie war Deine geliebte Ex-Verlobte (wie Du sie immer so schön vorgestellt hast), die Du mit Stolz an Deiner Seite wusstest. Sie war Deine Beraterin, ohne die Du sicherlich den ein oder anderen Fehler begangen hättest. Sie war Deine Seelenverwandte, mit der Du 71 Jahre Deines Lebens geteilt hast; Ihr zwei habt Euch unendlich geschätzt. Fast so sehr wie Oma, hast Du die Musik geliebt. Wenn Du kein Filmproduzent geworden wärest, dann sicherlich Komponist, denn Dein Sinn hierfür war einmalig. Du hast die wildesten Kompositionen genossen – ganz besonders “In a Persian Market” von Albert Ketelbey – und hast Dich immer von ihnen begleiten lassen oder uns mit Deinem Gesang beschert.

Es mag zwar illusorisch klingen, aber Opa, Du bist genial. Einmalig. Wirklich. Was Du geschaffen hast und was Du alles konntest ist kaum zu glauben.

Mir wurde ein höchst besonderes Geschenk zuteil. Schon früh haben Oma und Du mich als regelmäßigen Gast in der Koenigsallee begrüßt, sodass aus Gast gefühlt eher ein neues, fünftes Kind wurde. Jeden Moment mit Euch durfte ich genießen, jedes Wort aufsaugen und so eine besonders enge Bindung zu Euch beiden aufbauen, die mir in jeder Lebenssituation geholfen hat und hilft.

Ich weiß, dass wir zwei etwas ganz Einzigartiges teilen, Opa. Nicht jedem war es vergönnt von Deinen griechischen Pistazien zu naschen, Dein Besteck zu benutzen, von Dir um Rat gefragt zu werden, Deine besonderen Pralinen mit Dir zu teilen oder Dich bei wichtigen Einladungen begleiten zu dürfen.

Ich kann Dir nicht sagen wie glücklich, ehrfürchtig, dankbar, stolz, geehrt, nobel und gesegnet ich mich fühle, Deine Enkelin zu sein. Du bist mein eindrucksvollster Lehrer, meine tägliche Inspiration, mein weiser Mentor und mein (mich) bedingungslos liebender Opa. Es ist nicht in Worte zu fassen was Du mir in den fast 30 Jahren an Geistigem und Emotionalem geschenkt hast; es ist so kostbar wie keine Juwelen dieser Welt.

Danke, Opa. Danke für das Leben, das mir schlussendlich durch Dein Überleben vergönnt war. Danke für die Momente in der Koenigsallee. Danke für die Umarmungen. Danke dafür, dass Du mir immer zugehört hast. Danke für Deine Unterstützung. Danke für Dein Vertrauen. Danke für Deine Ratschläge. Danke für jedes Deiner Worte. Danke für Deine Liebe. Danke, dass ich bei und mit Dir sein durfte und von Dir lernen durfte.

Ich habe mehr bekommen, als sich ein Mensch nur wünschen kann.

Opa, ich weiß, dass Du nicht sterben wolltest – Du warst das pure Leben! Du hast Deinen Geburtstag vorbereitet, Veranstaltungseinladungen sortiert, täglich die Zeitung gelesen und Deinen Dir so wichtigen “letzten Film” geplant, den Du unbedingt machen wolltest: „Der Mann, der Hitler besiegte”. Falls es Dich ein wenig beruhigt: Dieser Film wird gemacht – Für Dich.

Ich nehme Abschied von meinem wirklich genialen und einzigartigen Großvater, mit den eindrucksvollsten Augen und dem größten Herz; der wichtigste Mann in meinem Leben.

Dich gibt’s nur einmal.

Ich liebe Dich und vermisse Dich. Du bist für immer in meinem Herzen. Du bist unsterblich.

Deine Laura

https://www.bild.de/bild-plus/unterhaltung/leute/leute/artur-brauner-enkelin-laura-schreibt-ruehrenden-brief-63650094,view=conversionToLogin.bild.html

 

Heute hätte ARTUR BRAUNER seinen 101. Geburtstag gefeiert. Eine wundervolle, persönliche Hommage von seiner Enkelin Laura2019-08-02T10:00:47+02:00

Ganz Berlin verabschiedete sich vom letzten Tycoon

Ihn gab es nur einmal!

Mehrere hundert Menschen, darunter Familie, Freunde und viele Weggefährten verabschiedeten sich am Mittwoch, den 10. Juli von Deutschlands größtem Filmproduzenten.

Wir alle, die Familie und das Team der CCC Filmkunst, sind in tiefer Trauer und werden Artur und Maria Brauner niemals vergessen.

Ganz Berlin verabschiedete sich vom letzten Tycoon2019-07-15T11:13:10+02:00

Geplanter Zweiteiler über das kontroverse Leben und Wirken des Wernher von Braun

Die MZ-Film (Michael Zechbauer) und CCC-Film (Dr. Alice Brauner) entwickeln gemeinsam mit dem WDR unter der Leitung von Lucia Keuter einen historischen Zweiteiler über den ambivalenten Wissenschaftler Wernher von Braun. Die Vorlage für die kritische Auseinandersetzung mit der Erfolgsgeschichte des jungen und ambitionierten Raketeningenieurs stammt aus der Feder der Bestseller- und Drehbuchautorin Elisabeth Herrmann.

Teil Eins soll den Werdegang von Brauns unter kritischer Berücksichtigungs eines Schulterschlusses mit dem NS-Regime um der Karriere willen, und der 20.000 Zwangsarbeiter beleuchten, die während der Arbeiten an der Wunderwaffe V2 in den thüringischen Stollen zu Tode kamen.

Teil Zwei zeigt den jungen Raketenforscher, nachdem er als maßgeblicher Teil der „Operation Paperclip“ von den Amerikanern nach Fort Bliss/Texas geflogen wurde, um das erworbene Knowhow vor den Sowjets zu retten; und den kometenhaften Aufstieg des damals wohl bekanntesten Wissenschaftlers seiner Zeit, der 1969, dessen Forschung und unermüdliche Arbeit in der erfolgreichen Mondlandung gipfelte.

Ziel des Zweiteilers ist es, über historisch belegte Fakten den Menschen Wernher von Braun in seiner ganzen Kontroversität zu beleuchten, die sich vom hochintelligenten Visionär bis hin zum skrupellosen Karrieristen erstreckt.

Geplanter Zweiteiler über das kontroverse Leben und Wirken des Wernher von Braun2019-05-08T12:05:16+02:00

TV-Ausstrahlung CCC-Koproduktion “DIE ALDI-BRÜDER”: WDR, am Freitag, den 04. Januar 2019 um 20:15 Uhr

Die CCC-Koproduktion “DIE ALDI-BRÜDER” wird am Freitag den, 04.01.2019 um 20:15 Uhr im WDR ausgestrahlt!

Weitere Informationen finden Sie unter  https://programm.ard.de/TV/Programm/Starguide/?sendung=28106930185259

TV-Ausstrahlung CCC-Koproduktion “DIE ALDI-BRÜDER”: WDR, am Freitag, den 04. Januar 2019 um 20:15 Uhr2019-05-08T12:05:49+02:00

 Artur Brauner nimmt Carl Laemmle Ehrenpreis für sein Lebenswerk entgegen

PRESSEMITTEILUNG

 Artur Brauner nimmt Carl Laemmle Ehrenpreis für sein Lebenswerk entgegen

 

Berlin, den 12. Oktober 2018 – Am 11. Oktober wurde Produzent Artur Brauner von der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen (Produzentenallianz) und der Carl-Laemmle-Geburtsstadt Laupheim die „Laemmle“-Skulptur des Carl Laemmle Ehrenpreises im exklusiven Rahmen in Berlin überreicht. Die Auszeichnung wurde Artur Brauner anlässlich seines 100. Geburtstags am 1. August 2018 in Anerkennung seines herausragenden Lebenswerks als Filmproduzent von der Jury des Carl Laemmle Produzentenpreises zugesprochen (Pressemitteilung vom 01.08.2018).

Artur Brauner mit „Laemmle“-Skulptur (Foto: privat)

Mit seinem sieben Jahrzehnte umspannenden Lebenswerk und über 250 produzierten Filmen hat Artur Brauner Generationen von Kinogängerinnen und Kinogängern unterhalten und nicht zuletzt zum Nachdenken angeregt. Seine Verdienste um die deutsche Produktionswirtschaft, die filmische Aufarbeitung des Holocausts, sein eindrucksvolles Gesamtwirken als Produzentenpersönlichkeit, haben die Jurymitglieder unter Vorsitz von Martin Moszkowicz dazu bewogen, Artur Brauner mit dem Carl Laemmle Ehrenpreis auszuzeichnen.

Artur Brauner zeigte sich bei der Überreichung der „Laemmle“-Skulptur geehrt und überaus stolz für sein Lebenswerk mit diesem Ehrenpreis ausgezeichnet zu werden, der den Namen seines großen Vorbildes Carl Laemmle trägt. Er dankte den Jurymitgliedern, der Produzentenallianz und der Stadt Laupheim. Artur Brauner lobte die wichtige Verbandsarbeit der Produzentenallianz und betonte die Bedeutung einer starken Interessenvertretung der Produzenten, die es damals zu seiner Zeit so nicht gab.

Alexander Thies, Vorsitzender der Produzentenallianz, der die „Laemmle“-Skulptur – auch für den Laupheimer Oberbürgermeisters Gerold Rechle mit – überreichte, zeigte in seiner Rede Parallelen sowie Unterschiede zwischen Artur Brauners und Carl Laemmles Leben und Schaffen auf: „Wie Sie, lieber Artur Brauner, war Carl Laemmle Jude und wie Sie hat er sein Glück nicht in dem Land gemacht, in dem er geboren wurde, sondern in den USA, in die er 1884 aus Laupheim in Oberschwaben eingewandert ist. Wie Sie hat Carl Laemmle ein Filmstudio gegründet, 1912 nämlich, die Universal Film Manufacturing Company, aus der die Universal Studios geworden sind. Deshalb gilt Carl Laemmle als „Erfinder Hollywoods“. Sie dagegen haben nicht Hollywood gegründet – das gab es ja schon –, sondern die CCC Studios, die sich vor siebzig Jahren zum „Hollywood Berlins“ entwickelt haben. Und wie Sie hat Carl Laemmle nicht nur beim Publikum höchst erfolgreiche Unterhaltungsfilme produziert, sondern auch anspruchsvolle Filmwerke mit einem Anliegen und einer klar humanistischen Haltung – Stichwort „Im Westen nichts Neues“. Schließlich hat Carl Laemmle über den Tellerrand des Filmproduzenten hinausgeschaut und seinen Einfluss und seine Reputation genutzt, um hunderten Juden die Ausreise aus Nazi-Deutschland zu ermöglichen und ihnen damit das Leben zu retten. Auch für Sie als Holocaust-Überlebenden ist Nazi-Deutschland zentrales Thema Ihrer Arbeit und Ihres Engagements. Nicht zuletzt durch Ihre Artur Brauner Stiftung „zur Förderung der Verständigung zwischen Juden und Christen sowie der Toleranz zwischen den Menschen überhaupt“ helfen Sie mit, dass dieses schwärzeste Kapitel unserer Geschichte nicht in Vergessenheit gerät, sondern die Erinnerung daran auch künftigen Generationen zur Mahnung erhalten bleibt.“

Der Carl Laemmle Ehrenpreis ist der Sonderpreis der Jury des Carl Laemmle Produzentenpreises, der in begründeten Ausnahmefällen unabhängig von der jährlichen Verleihung des Carl Laemmle Produzentenpreises verliehen werden kann. 

Mit der Auszeichnung einer herausragenden Produzentenpersönlichkeit für ein Lebenswerk soll zudem auch generell die besondere Leistung der ProduzentenInnen im kreativen und wirtschaftlichen Prozess des Filmschaffens in besonderer Weise herausgestellt werden. Der Carl Laemmle Produzentenpreis wurde im Jahr 2017 anlässlich des 150. Geburtstags des Filmpioniers und Erfinders von Hollywood Carl Laemmle durch die Produzentenallianz gemeinsam mit der Carl-Laemmle-Geburtsstadt Laupheim ins Leben gerufen. Zum Auftakt 2017 wurde Roland Emmerich mit dem ersten Carl Laemmle Produzentenpreis ausgezeichnet, gefolgt im zweiten Jahr von Regina Ziegler. Die nächste Verleihung des Carl Laemmle Produzentenpreises wird am 15. März 2019 in Laupheim im feierlichen Rahmen im Schloss Großlaupheim mit geladenen Gästen aus Film, Wirtschaft und Politik stattfinden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.carl-laemmle-produzentenpreis.de

 Artur Brauner nimmt Carl Laemmle Ehrenpreis für sein Lebenswerk entgegen2019-05-08T12:06:01+02:00

100 Jahre Artur Brauner: Sensationelle Gala am 8. September im Zoo Palast Berlin

MAZAL TOV ARTUR BRAUNER: DEUTSCHLAND VERNEIGT SICH VOR DEM GROSSEN FILMPRODUZENTEN.

Die Filmwelt ehrte die Berliner Produzentenlegende Artur Brauner mit einer feierlichen Gala im Zoo Palast Berlin / Laudatoren Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und Axel Springer CEO Dr. Mathias Döpfner / Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e. V. verleiht Artur Brauner die SPIO-Ehrenmedaille für Lebenswerk / ASTOR Filmlounge Berlin präsentiert noch bis zum 18. November die besten Brauner-Filme.

Einer der ganz Großen der deutschen Film- und Kinogeschichte wurde am heutigen Sonnabend im Zoo Palast Berlin gefeiert: Mit der Gala „100 Jahre Artur Brauner“ verneigte sich die deutsche und europäische Filmwelt vor einem der wichtigsten Produzenten Deutschlands, Artur Brauner, der kürzlich seinen 100. Geburtstag feierte – für sein Lebenswerk wurde mit der SPIO-Ehrenmedaille ausgezeichnet.

„Das ist hier Ihr Kino“, sagte Hans-Joachim Flebbe, Betreiber des Zoo Palast’ Berlin, zur Begrüßung an den Jubilar gewandt. „So viele Filme von Artur Brauner haben im Zoo Palast Premiere gefeiert. Deshalb freuen wir uns sehr, dass Sie zu Ihrem 100. Geburtstag an diesen Ort zurückgekehrt sind.“

In ihrer Laudatio sagte Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters: „Was Du an gelebter Geschichte zu erzählen weißt, was Du, dem Holocaust nur knapp entronnen, für Dich und für Deutschland erarbeitet hast, ist allenfalls vergleichbar mit jenen Filmen (…) gegen das Verdrängen und Vergessen zum Beispiel, mit denen Du Maßstäbe in der filmischen Auseinandersetzung mit dem Holocaust gesetzt und die Deutschen mit ihrer Verantwortung für das unermessliche Leid der Opfer konfrontiert hast. So stärkt, was Du bewirkt hast, auch das Vertrauen in die Wirkmacht der Filmkunst, in ihr Vermögen, Menschen die Augen zu öffnen und damit die Welt zu verändern.“

Dr. Mathias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer SE, ehrte Artur Brauner in seiner sehr persönlich gehaltenen Laudatio: „Wir können uns gar nicht genug bei Ihnen bedanken, denn Sie haben daran mitgewirkt, dass es auch ein anderes Deutschland geben kann.“ Döpfner erinnerte auch an die reale Persönlichkeit, die Artur Brauner zu einem seiner bedeutendsten Filme inspirierte, „Hitlerjunge Salomon“ (1990): Der heute 93jährige Salomon „Sally“ Perel war eigens zur Gala angereist und wurde mit Standing Ovations gefeiert.

Leben und Werk Artur Brauners: Deutsche Filmwirtschaft verleiht SPIO-Ehrenmedaille

Der abschließende Höhepunkt des Abends war die Verleihung der SPIO-Ehrenmedaille der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V. an Artur Brauner. „Die deutsche Filmwirtschaft hat allen Grund, sich bei Ihnen zu bedanken. Sie haben die Herzen des Publikums und der Kritiker höher schlagen lassen. Gleichzeitig haben Sie nie aufgehört, für Toleranz und gegen Menschenverachtung und Rassismus zu kämpfen“, sagte SPIO-Präsident Alfred Holighaus.

„Mein Vater ist der letzte Tycoon einer aussterbenden, visionären Produzentengeneration. Er verkörpert in Gänze die Tugenden der Helden seiner Kindheit: Er ist unbeugsam, kämpft für Gerechtigkeit, ist mutig und steht nach jeder Niederlage immer wieder auf. Ein Vorbild! Wir freuen uns sehr, dass wir mit ihm heute feiern durften – gemeinsam mit so vielen Freunden, Kollegen und Weggefährten“, sagte Dr. Alice Brauner, die Tochter des Jubilars, die heute die CCC Filmkunst führt. „Wir sind glücklich und stolz auf Artur Brauner und bedanken uns auch in seinem Namen bei allen Gästen und für ihre vielen guten Wünsche.“

Prominente Schauspieler/innen, Regisseure und Produzenten feiern Artur Brauner

Der Einladung der CCC Filmkunst und des Zoo Palast’ Berlin waren über 700 Gäste aus Film, Kino, Medien, Politik und Kultur aus ganz Europa und Deutschland gefolgt. Dazu gehörten Weggefährten Artur Brauners sowie viele prominente Schauspieler/innen aus Film und Fernsehen, wie Marianne Sägebrecht, Armin Mueller-Stahl, Joachim Król sowie Klaus Maria Brandauer. Ein besonders herzliches Willkommen wurde Mario Adorf zuteil, der am heutigen Tag seinen 88. Geburtstag feierte und dennoch mit seiner Frau Monique nach Berlin kam.

Weitere Gäste waren u. a die Schauspieler/innen Adriana und Aaron Altaras, Mariella Ahrens, Pegah Ferydoni, Dennenesch Zoudé, Rufus Beck, André Eisermann, Francis Fulton-Smith, Eva Mattes, Christine Neubauer und viele mehr, sowie die Sängerinnen Katja Ebstein und Marianne Rosenberg.

Auch Regisseure wie Feo Aladag, Joseph Vilsmaier, Marc Rothermund und Produzenten wie Thomas Kufus sowie Quirin Berg waren der Einladung gefolgt. Die Film- Fernseh- und Kinowirtschaft war durch Peter Dinges (Vorstand FFA), Alfred Holighaus (SPIO-Präsident), Dr. Christoph Palmer und Alexander Thies (Produzentenallianz) sowie Anne Leppin (Deutsche Filmakademie) vertreten. Auch der Staat Israel ehrte Artur Brauner, der sich seit jeher für die Gedenkstätte Yad Vashem engagiert, so nahm S. E. Jeremy Issacharoff, Botschafter Israels in Deutschland, als offizieller Vertreter des Staates Israel gemeinsam mit seiner Gattin an der Feier teil.

Galafeier im größten Kinosaal Berlins – drei Brauner-Enkel als Überraschungsmoderatoren

Das Leben und Werk des Jubilars wurden in einer würdigen Feier im legendären Saal 1 des Zoo Palast’ gefeiert – dem größten Kinosaal Berlins. Den Abend moderierten die Enkel des Produzenten, Ben und David Brauner sowie Laura Rosen. Und auf Wunsch des Jubilars gab es eine ganz besondere Showeinlage – eine Hommage an die von ihm so geliebten, legendären „Tiller Girls“ – die Berliner „Energy Dancers“, die vor dem goldenen Vorhang des Saals zu dem Klassiker Horray for Hollywood tanzten.

Erstmals auf einer großen Leinwand dann der Dokumentarfilm „DER UNERSCHROCKENE – der Berliner Filmproduzent Artur Brauner“ von Kathrin Anderson und Oliver Schwehm, produziert u. a. von Dr. Alice Brauner, gezeigt: ein spannender wie unterhaltender Film über das Leben und Werk Brauners mit Interviews von Prominenten und Weggefährten.

Der am 1. August 1918 im polnischen Lodz geborene Artur Brauner hat mit über 250 Produktionen die deutsche Film- und Kinogeschichte nachhaltig geprägt. Seine 1946 in Berlin-Spandau gegründeten CCC Filmstudios sind heute das älteste, noch aktiv produzierende, unabhängige Filmunternehmen Deutschlands. Hier hat er viele der populärsten Filmhits und Klassiker deutscher Kinogeschichte produziert. Das große Thema Artur Brauners ist und war jedoch die kritische und engagierte Auseinandersetzung mit der NS-Diktatur, dem Holocaust, deutscher Schuld und Verantwortung. Das zeigen seine Filme wie u. a. „Morituri“ (1948), „Die weisse Rose“ (1982), „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“ (1982) – der letzte Film Romy Schneiders –, sowie der mit einem Golden Globe für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnete „Hitlerjunge Salomon“ (1990), schließlich „Babij Jar“ (2003) sowie „Der letzte Zug“ (2006).

Der Abend endete mit einem Empfang sowie Live-Musik der Boris Rosenthal Combo im Foyer des Zoo Palast’; viele Gäste schauten sich danach außerdem die wunderbare Filmkomödie „Du bist Musik“ (1956) mit Paul Hubschmid und Caterina Valente in einer neu restaurierten und digitalisierten Fassung an – im großen Saal des Traditionskinos!

Die besten Filmerfolge und -klassiker von Artur Brauner in der ASTOR Film Lounge Berlin

Geehrt wird Artur Brauner in Berlin auch in den kommenden Wochen: Noch bis zum 18. November zeigt die ASTOR Film Lounge Berlin die besten Filme von Artur Brauner aus sieben Jahrzehnten (jeweils Mo., / Do. / So.).  (www.berlin.astor-filmlounge.de).

Herzlichen Glückwunsch Artur Brauner!

Einige Artikel zur Gala:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/der-traumhaendler-und-die-zeit-artur-brauner-feiert-seinen-100-geburtstag/23015014.html

https://www.bild.de/regional/berlin/berlin-leute/bewegende-feier-zum-100-geburtstag-enkel-ben-ueber-artur-brauner-er-ist-der-letz-57155216.bild.html

https://www.bz-berlin.de/leute/ich-mach-mir-erst-sorgen-wenn-opa-nicht-mehr-im-romme-gewinnt

https://www.welt.de/regionales/berlin/article181470344/Stars-bei-Gala-zum-100-Geburtstag-von-Artur-Brauner.html

https://www.bild.de/unterhaltung/leute/leute/artur-brauner-kino-koenig-feiert-100-mit-seinen-stars-57145428.bild.html

https://www.bz-berlin.de/leute/so-feiert-kino-legende-artur-brauner-seinen-100-geburtstag

https://www.morgenpost.de/kultur/article215284137/Ein-Abend-fuer-den-letzten-Tycoon.html

https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/32721

Fernsehen:

https://www.dw.com/de/100-geburtstag-von-atze-brauner/av-45432943

https://www.dw.com/de/euromaxx-leben-und-kultur-in-europa/av-45435945

https://www.ardmediathek.de/tv/rbb24/Artur-Brauner-feiert/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=55478276&documentId=55869058

https://www.ardmediathek.de/tv/rbb24/Artur-Brauner-feiert/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=55478276&documentId=55869058

100 Jahre Artur Brauner: Sensationelle Gala am 8. September im Zoo Palast Berlin2019-05-08T12:06:10+02:00