Elsner, Riemelt und Profitlich bei Dreharbeiten im Tannenhof

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Bekannte Gesichter standen gestern im Tannenhof vor der Kamera: Nikola Kastner, Catherine Flemming, Andreas Schmidt und Georg Marin (sitzend) sowie (stehend) Markus Maria Profitlich, Hannelore Elsner, Nikolas Kohrt, Julius Dombrink. Fotos (3): Michael Sieber

“Achtung Aufnahme” hieß es gestern immer wieder auf dem Gelände der Stiftung Tannenhof. Im Foyer und Garten des Georg Haffner-Hauses waren riesige Scheinwerfer aufgebaut, jede Menge Kameramänner waren zu sehen und natürlich das hochkarätig besetzte Schauspielerensemble, das hier Szenen für den Kinofilm “Auf das Leben” drehte.

“Hektisch geht es zu. Wie immer”, fasste es die Produzentin Alice Brauner zusammen. “Ich bin glücklich, dass wir hier drehen dürfen.”

Für die Hauptrollen hatte sie Hannelore Elsner (71) und Max Riemelt (29) gewonnen und nennt ihren Film “eine zutiefst menschliche Geschichte gegen die soziale Kälte”. Brauner: “Der Film hat viel mit Musik zu tun und ich als Tochter von Überlebenden des Holocaust denke, dass wir diesen Teil der Geschichte ausführlich genug geschildert haben. Jetzt möchte ich den Juden mit dieser lebensbejahenden, fröhlichen Musik ein Denkmal setzen.”

Im Fokus der Tragikkomödie stehen zwei Menschen, die beide keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen. Ruth (Hannelore Elsner) verliert die Lust am Leben, als sie nach der Zwangsräumung ihrer Wohnung in ein Seniorenheim umziehen muss, Jonas (Max Riemelt), als ihn die Freundin verlässt und er gegen die ersten Anzeichen einer schweren Krankheit ankämpfen muss. Als Möbelpacker begegnet er der alten Dame. Trotz des großen Altersunterschiedes spüren sie eine Seelenverwandtschaft.

“Ich war noch nie in Remscheid, bin extra über die Landstraße gefahren, um etwas von der Landschaft zu sehen. Das ist ein tolles Eckchen hier”, sagte Markus Maria Profitlich. Ihn kennt man eher aus dem Comedy-Bereich, im Film spielt er einen Therapieteilnehmer. “Hier bin ich Hermann, ein liebevoller, aber etwas kindlich denkender Mann, der versucht, etwas Ruhe in die Chaostruppe zu kriegen.”

Auch eine echte “Tatort”- Ermittlerin ist mit von der Partie

Sharon Brauner spielt die junge Ruth, die Zwölf- und die 40-Jährige. “Ich singe, diese jiddischen Lieder. Sie sprudeln aus mir heraus, ich kenne sie seit meiner Kindheit”, erzählt sie. Jonas Freundin Emely wird von Aylin Tezel verkörpert, die aus dem Dortmunder Tatort bekannt ist. “Den muss man hier doch kennen, wo Dortmund so nah ist”, sagt sie mit einem Augenzwinkern.

Heute und morgen werden die letzten Szenen in der Redoute in Bad Godesberg gedreht. “Für unser großes Abschlusskonzert, bei dem Frau Elsner singen wird, brauchen wir einen großen Saal”, erzählte Profitlich.

Im Herbst 2014 wird der Film in die Kinos kommen.